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Typisches Mittagessen mit den Schäfern - Supramonte - Orgosolo - Nuoro

Typisches Mittagessen mit den Schäfern - Supramonte - Orgosolo - NuoroTypisches Mittagessen mit den Schäfern - Supramonte - Orgosolo - NuoroTypisches Mittagessen mit den Schäfern - Supramonte - Orgosolo - Nuoro

Noch schmackhafter ist die typische sardische Küche in freier Luft, unter Hundertjährigen Steineichen oder in den Schlafstallen und durch die typischen Mittagessen mit den Schäfern, wo man die authentischen Geschmäcke von diesem uralten Land entdecken kann.

In den Schlafstallen, im Gebirge, bereiten die Schäfer das Mittagessen in freier Luft vor, im Schatten der Steineichen und Wacholderwälder und in Verbindung mit der Natur, mit denGerüchenund Geschmäcke unseres Menüs:

Wurstwaren, Käse, gekochter Schaf mit Kartoffeln „patat’a perras“, gebratenes Schweinchen und typisches Brot. Alles wird noch feiner, begleitet von unserem körperreichen Wein der cannonau, mit seinem reichen Geschmack und der typischen Farbe.

Wenn man dann einen echten Magenbitter zu schmecken wünscht, findet man hier die Abbardente, einen Schnaps mit 50 Prozent: die beste Art, ein gutes Mittagessen zu beenden.

Hier kann man auch in den alten Schlafstallen „sos pinnettos“ die interessante Vorbereitung vom Käse ansehen. Diese Schlafstallen gaben damals zahlreichen Schäfern Zuflucht. Es handelt sich um einfache Strukturen, die an den alten nuraghischen Hütten erinnern.

Der Unterbau besteht meistens aus einer runden dichten Mauer von kegelförmig gesteckten Wacholderstämme überragt. Sie waren nicht nur Wohnsitze, sondern auch Werkstätte: hier vorbereitete der Schäfer den Käse und setzte den Käseleib auf"su kannitthu" (ein Rohrgeflecht), um den Käse zu trocknen und leicht zu räuchern.

Man leuchtete ein Feuer in der Mitte der Hütte an und die Schäfer schliefen rundherum in ihren Sacken und der Rauch strömte ausden Laubzweigenaus. Ein gutgebautes „Pinettu“Es kann auch komisch vorkommen, aber ein gutes „pinnettu“ erlaubte dem Rauch von der Decke auszugehen, hielt die Wärme im Inneren und versicherte einen völligen Schutz vor dem Regen und vor demSchnee.

In der Periode von Mai bis Juni kann man außerdem der alten Sitte der Schäferschur oder „sa tundimenta“ auf Sardisch beiwohnen, einer der wichtigsten Anlässen in der Schäferwelt. Man übt sie jedes Jahr im Frühling aus, „in su beranu“, um die Wolle zu lesen und um die Schäfer von ihrem schweren Flies zu befreien. Die echte Schur wird frühmorgens gemacht. Man schließt die Schäfer in ein Zaun, „sa corte“, und dann werden sieim einzelnen geschert. Das Tier wird zu Erde mit niedrigem Rücken umgedreht, bei den Beinen schnell gebunden, und in allen seinen Teilen geschert, vomHaupt bis zum Schwanz. Die Scherer zeigen ihre feine Fertigkeit, denn sie müssen mit Geschicklichkeit und Geschwindigkeit arbeiten. Man benutzt besondere Scheren, mit uralten Form, die immer wieder befeuchtet und geschleift werden, bis sie echte Rasierer werden.

Jede Treffform, von der Arbeit bis zum Fest, entdeckt den starken Gemeinschaftsgeist der Sarden: es gibt keine Schur, keine Rückkehr von den Transhumanzen, kein Bankett oder Patronatsfest ohne su tenore, ein von vier Stimmen gebildeten Gesang, auf Sardisch: Sie werden sa Oche genannt, die Führungsstimme, die die Strophen singt; sa mesu oche , die schrillste Stimme, die frei singt; su bassu e sa contra, die Stimmen die die tiefen Töne herstellen; das Gesang begleitet das Mittagessen und den Rundtanz, ballu tundu. Die bedeutendeste von den Tänzern geleistete Figur ist der Kreis, wo alle Paare sich an der Hand halten a manu tenta . Diese Figur zeigt die Bedeutung der Verbindung für die Sarden (auch der „Tenore“ trägt die Gesänge traditionsgemäß im Kreis aus). Das ist ein Konzert, das vermutlich die Naturklänge wiederspiegelt: sa contra ahmt das Blöcken der Schafe nach, su bassu das Ochsenmuhen, sa mesu‚’oghe das Pfeifen des Windes, sa oghe singt endlich mit Worten.

Periode: das Mittagessen im Freien mit den Schäfern wird in den Perioden vom Frühling bis zum Sommer organisiert.

Ratschläge: wir bitten Sie, im Voraus zu reservieren.

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